Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Quasi-Experiment

E-Zigaretten-Werbung senkt Zigarettenabsatz leichtAdvertising and Demand for Addictive Goods: The Effects of E-Cigarette Advertising

Tuchman · Marketing Science · 2019

Mehr TV-Werbung für E-Zigaretten ging mit mehr E-Zigaretten- und etwas weniger Tabakzigarettenkäufen einher; ein Werbeverbot für E-Zigaretten hätte laut Modell den Absatz klassischer Zigaretten erhöht – ein Beispiel für unbeabsichtigte Folgen von Werbeverboten.

6,8MFK-Score von 10 · Ergebnis: gemischt
Studiendesign8
Datenbasis8
Unabhängigkeit10
Replikation3
Übertragbarkeit5

Starkes Grenzdesign mit großen Abverkaufsdaten; Verbotsaussage beruht auf Modell und ist nicht repliziert. Die Befundlage ist uneinheitlich oder nur unter Bedingungen gültig. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

+0,8 % / −0,2 %Absatz von E-Zigaretten bzw. Tabakzigaretten bei 10 % mehr E-Zigaretten-Werbung (laut Kellogg Insight)
ca. +1 %simulierter Mehrabsatz klassischer Zigaretten bei einem Verbot ab 2012, rund 130 Mio. Packungen pro Jahr (laut Kellogg Insight)
Methode
Vergleich angrenzender Gebiete an den Grenzen von TV-Werbemärkten (DMA) plus strukturelles Nachfragemodell mit Sucht und Haushaltsheterogenität.
Datenbasis
Nielsen-Abverkaufsdaten aus rund 35.000 US-Geschäften und Haushaltspanel, 2010–2015.
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Grenzregionen sind ländlicher, älter und einkommensschwächer als der Durchschnitt; Effekte auf Jugendliche nicht untersucht. Der Verbotseffekt ist eine Modellsimulation.
Interessenlage
keine bekannt (akademisch)
Quelle
https://doi.org/10.1287/mksc.2019.1195 (kostenpflichtig)

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „E-Zigaretten-Werbung senkt Zigarettenabsatz leicht“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-08. https://marketing-facts.de/studien/tuchman-e-cigarette-advertising-2019/

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