Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Quasi-Experiment

Super-Bowl-Spots für Kinofilme rechnen sichSuper returns to Super Bowl ads?

Stephens-Davidowitz, Varian, Smith · Quantitative Marketing and Economics · 2017

Weil Spots gebucht werden, bevor die Finalisten feststehen, und die Heimatstädte der Teams überdurchschnittlich zuschauen, entsteht ein natürliches Experiment: Super-Bowl-Werbung für Kinofilme steigerte die Einspielergebnisse am Startwochenende deutlich und rechnete sich für die Studios.

6,5MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Studiendesign8
Datenbasis5
Unabhängigkeit7
Replikation6
Übertragbarkeit5

Sauberes natürliches Experiment mit überschaubarer Fallzahl; die Grundaussage stützt auch Hartmann/Klapper (Bier, Limonade). Die verbreitete Aussage hält der Prüfung stand. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

70im Super Bowl beworbene Kinofilme, Spiele 2004–2014
ca. 8,4 Mio. $zusätzlicher Umsatz am Startwochenende je Spot (Kosten ca. 3 Mio. $)
ca. 2,8 : 1Bruttoumsatz je Werbedollar; nach Studio-Anteil ca. 1,4 : 1 (rund 40 % ROI)
Methode
Natürliches Experiment: Zuschauerquote variiert je Stadt mit der Teilnahme der lokalen Mannschaft, unabhängig von der Werbebuchung; Effekte auf Google-Suchen und Box Office je Stadt.
Datenbasis
70 Filme, Super Bowls 2004–2014; Box-Office-Daten für eine Teilmenge von Städten (1.088 Beobachtungen).
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Gilt für Filme, die Studios bewusst beworben haben (eher starke Titel), und nur für das Startwochenende. Super Bowl ist ein Sonderereignis; kein Beleg für beliebige Konsumgüter.
Interessenlage
Ko-Autor Varian ist Google-Chefökonom; sonst akademisch
Quelle
https://doi.org/10.1007/s11129-016-9179-0 (teilweise frei zugänglich)

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „Super-Bowl-Spots für Kinofilme rechnen sich“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-08. https://marketing-facts.de/studien/stephens-davidowitz-varian-smith-super-bowl-2017/

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