Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Quasi-Experiment

Wahlwerbung verschiebt Stimmenanteile, kaum die BeteiligungPolitical Advertising and Election Results

Spenkuch, Toniatti · Quarterly Journal of Economics · 2018

TV-Wahlwerbung verändert kaum, wie viele Menschen wählen gehen, verschiebt aber messbar die Stimmenanteile zugunsten des stärker werbenden Kandidaten – vor allem, indem sie verändert, wer von beiden Lagern zur Wahl geht.

7,6MFK-Score von 10 · Ergebnis: gemischt
Studiendesign8
Datenbasis8
Unabhängigkeit10
Replikation6
Übertragbarkeit5

Sauberes natürliches Experiment mit breiten Daten; die Literatur zur Wahlwerbung ist insgesamt gemischt. Die Befundlage ist uneinheitlich oder nur unter Bedingungen gültig. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

ca. 0,5 ProzentpunkteVerschiebung der Stimmenanteilsdifferenz je Standardabweichung mehr parteilicher Werbedifferenz
Methode
Grenzdesign: Benachbarte Countys an TV-Marktgrenzen erhalten wegen FCC-Regeln unterschiedlich viel Werbung; ergänzt um eine Regressions-Diskontinuität.
Datenbasis
Ausgestrahlte TV-Spots und Reichweiten der US-Präsidentschaftswahlkämpfe 2004–2012.
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Präsidentschaftswahlen in den USA, wo Wählende bereits viel wissen; Feldexperimente zu Wahlwerbung (z. B. Kalla/Broockman) finden teils Nulleffekte. Kein Beleg für Produktwerbung.
Interessenlage
keine bekannt (akademisch)
Quelle
https://doi.org/10.1093/qje/qjy010 (kostenpflichtig)

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „Wahlwerbung verschiebt Stimmenanteile, kaum die Beteiligung“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-08. https://marketing-facts.de/studien/spenkuch-toniatti-political-advertising-2018/

gemischtKreation & WerbewirkungMedia & Budget

← Alle Studien