Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Quasi-Experiment

Antidepressiva-Werbung: Konkurrenz profitiert mitPositive Spillovers and Free Riding in Advertising of Prescription Pharmaceuticals: The Case of Antidepressants

Shapiro · Journal of Political Economy · 2018

TV-Werbung für ein Antidepressivum steigert vor allem die Nachfrage der ganzen Kategorie, sodass auch Konkurrenten deutlich profitieren; Firmen werben deshalb weniger, als es gemeinsam sinnvoll wäre.

7,5MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Studiendesign8
Datenbasis7
Unabhängigkeit10
Replikation6
Übertragbarkeit5

Glaubwürdiges Grenzdesign; die Spillover-Befunde decken sich mit Sinkinson/Starc, aber Kontext ist US-Pharma. Die verbreitete Aussage hält der Prüfung stand. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

ca. 4-fachWerbevolumen in einem simulierten Kategorie-Werbeverbund gegenüber dem Ist (laut Chicago Booth Review)
+18 % / +14 %simulierter Anstieg der Verordnungen bzw. Gewinne in diesem Verbund (laut Chicago Booth Review)
Methode
Grenzdesign: Vergleich von Haushalten an den Grenzen von TV-Werbemärkten, die unterschiedlich viel Werbung sehen; darauf aufbauend Nachfrage- und Angebotsmodell mit Simulationen.
Datenbasis
US-Verordnungs- und TV-Werbedaten für Antidepressiva; Umfang an der geprüften Quelle nicht beziffert.
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Arzneimittelwerbung an Endkunden ist außerhalb der USA (und Neuseelands) weitgehend verboten; die Kooperationszahlen sind Modellsimulationen, keine beobachteten Werte.
Interessenlage
keine bekannt (akademisch)
Quelle
https://doi.org/10.1086/695475 (kostenpflichtig)

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „Antidepressiva-Werbung: Konkurrenz profitiert mit“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-08. https://marketing-facts.de/studien/shapiro-antidepressant-advertising-spillovers-2018/

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