Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Laborexperiment

Der Gratis-Effekt: Warum Null kein normaler Preis istZero as a Special Price: The True Value of Free Products

Shampanier, Mazar, Ariely · Marketing Science 26(6), 742–757 · 2007

Senkt man den Preis eines günstigen Produkts von einem Cent auf null, bei gleichem Preisabstand zur teureren Alternative, kippt die Wahl stark zugunsten des Gratisprodukts. Null senkt nicht nur die Kosten, sondern erhöht offenbar den wahrgenommenen Nutzen; als Erklärung favorisieren die Autoren Affekt.

6,1MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Studiendesign4
Datenbasis4
Unabhängigkeit10
Replikation6
Übertragbarkeit8

Laborexperimente mit kleinen Stichproben, unabhängig; der Null-Preis-Effekt wurde in Folgestudien mehrfach gefunden, mit Randbedingungen. Die verbreitete Aussage hält der Prüfung stand. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

398Teilnehmende im Experiment mit echten Käufen (Hershey's Kiss vs. Lindt-Trüffel)
Methode
Mehrere Experimente (hypothetische Wahl, echte Käufe an einem Stand, Cafeteria), bei denen der Preisabstand konstant blieb und nur der günstigere Preis zwischen kleinem positiven Betrag und null variierte.
Datenbasis
Mehrere Experimente mit jeweils rund 60 bis 400 Teilnehmenden, überwiegend Studierende in den USA.
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Kleine Beträge (Cent-Bereich) und Süßigkeiten; ob der Effekt bei teuren Produkten oder Gratis-Zugaben im Abo gleich stark ist, zeigt die Studie nicht. Anteilswerte nur aus Grafiken ablesbar, daher hier nicht übernommen.
Interessenlage
keine bekannt (akademisch)
Quelle
https://doi.org/10.1287/mksc.1060.0254 (teilweise frei zugänglich)

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „Der Gratis-Effekt: Warum Null kein normaler Preis ist“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-08. https://marketing-facts.de/studien/shampanier-mazar-ariely-zero-price-2007/

bestätigtPreis & Promotion

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