Studiendatenbank · Feldexperiment
Dark Patterns in Consent-Pop-ups nach der DSGVODark Patterns after the GDPR: Scraping Consent Pop-ups and Demonstrating their Influence
Die meisten Consent-Pop-ups großer Anbieterlösungen erfüllten 2019 nicht einmal Mindestanforderungen des EU-Rechts; fehlt der Ablehnen-Knopf auf der ersten Ebene, steigt die Zustimmung deutlich. Ob Banner oder Sperrbildschirm, spielt dagegen keine Rolle.
7,8MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Die Zahlen
| 11,8 % | Anteil der untersuchten CMP-Designs (n = 680 Websites, UK-Top-10.000), die die selbst gesetzten Mindestanforderungen nach EU-Recht erfüllten |
| +22 bis +23 Prozentpunkte | höhere Zustimmung, wenn der Ablehnen-Knopf von der ersten Ebene entfernt wird |
| −8 bis −20 Prozentpunkte | geringere Zustimmung bei granularen Auswahlmöglichkeiten auf der ersten Ebene |
- Methode
- Automatisiertes Auslesen der Designs der fünf verbreitetsten Consent-Management-Plattformen; dazu ein Feldexperiment, in dem 40 Teilnehmende über ein Browser-Plugin acht gängige Designs im Alltag sahen.
- Datenbasis
- 680 Websites aus den UK-Top-10.000 (Scraping); 40 Teilnehmende im Experiment.
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Das Experiment ist klein (40 Personen), die Prozentpunkt-Effekte sind daher unsicher. Der Mindeststandard ist eine Auslegung der Autoren, keine behördliche Prüfung. Stand 2019, seither haben sich CMP-Voreinstellungen verändert.
- Interessenlage
- keine bekannt (akademisch)
- Quelle
- https://doi.org/10.1145/3313831.3376321 (frei zugänglich)
Zitieren
bestätigtRecht & Datenschutz