Studiendatenbank · Quasi-Experiment
IBM: Kundenkontakte nach Kundenwert statt nach Vorjahresumsatz steuernPractice Prize Report – The Power of CLV: Managing Customer Lifetime Value at IBM
Wer Vertriebs- und Marketingkontakte im B2B nach dem prognostizierten Kundenwert (CLV) statt nach dem bisherigen Umsatz verteilt, kann bei gleichem Budget deutlich mehr Umsatz erzielen. Bei IBM brachte eine Umverteilung für einen kleinen Teil der Kunden einen Mehrumsatz im zweistelligen Millionenbereich.
5,8MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Die Zahlen
| ca. 35.000 | Kunden im IBM-Pilotprojekt |
| ca. 14 % | Anteil der Kunden, bei denen sich die Ressourcenzuteilung gegenüber der alten Regel änderte |
| ca. 20 Mio. $ | Mehrumsatz durch die Umverteilung (laut Autoren eine Verzehnfachung) ohne zusätzliches Marketingbudget |
- Methode
- CLV-Modell bestimmt, wie oft Kunden über Direct Mail, Telesales, E-Mail und Katalog kontaktiert werden; Vergleich mit der bisherigen, am Vergangenheitsumsatz orientierten Zuteilungsregel in einem Pilot.
- Datenbasis
- IBM-Geschäftskunden, Pilot mit rund 35.000 Kunden.
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Einzelunternehmen, Praxispreis-Bericht mit IBM-Mitarbeitern als Koautoren; die Vergleichslogik ist kein randomisiertes Experiment. Die 20 Mio. $ sind Mehrumsatz, kein Gewinn, und lassen sich nicht direkt auf kleinere B2B-Anbieter übertragen.
- Interessenlage
- Zwei Autoren sind IBM-Angestellte; Kumar vertritt das CLV-Konzept auch beratend und in Lehrbüchern.
- Quelle
- https://doi.org/10.1287/mksc.1070.0319 (kostenpflichtig)
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bestätigtB2BCRM & Loyalität