Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Laborexperiment

Führt ein Like zu Markenliebe? Folgen des Fan-WerdensDoes "Liking" Lead to Loving? The Impact of Joining a Brand's Social Network on Marketing Outcomes

John, Emrich, Gupta, Norton · Journal of Marketing Research (AMA) · 2017

Ein Facebook-Like ist eher Ausdruck bestehender Markensympathie als ihre Ursache: Einstellungen und Käufe hingen von der Vorliebe vor dem Like ab, nicht davon, ob oder wann geliked wurde. Zu erfahren, dass ein Freund eine Marke online geliked hat, senkte sogar die Kaufneigung gegenüber einer Offline-Empfehlung.

7,7MFK-Score von 10 · Ergebnis: widerlegt
Studiendesign8
Datenbasis7
Unabhängigkeit10
Replikation6
Übertragbarkeit7

Mehrere Experimente mit großer Gesamtstichprobe und unabhängiger Durchführung; Befund deckt sich mit dem Facebook-Feldexperiment von Mochon u. a. Die verbreitete Lesart hält nicht – oft ein Fehlzitat oder ein Mythos. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

> 14.000Teilnehmende über fünf Experimente und zwei interne Meta-Analysen
Methode
Fünf Experimente (teils mit zufälliger Zuweisung zum Liken) und zwei Meta-Analysen über die eigenen Studien; Messung von Markeneinstellung und Kaufverhalten.
Datenbasis
Mehr als 14.000 Teilnehmende über fünf Experimente.
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Überwiegend kontrollierte Experimente mit Befragungs- und Kaufmaßen, keine Langzeit-Umsatzdaten einer Marke. Zeigt nicht, dass Fans für Marken wertlos sind – nur, dass der Klick allein nichts bewirkt. Wird oft fälschlich als „Social Media wirkt nicht“ zitiert.
Interessenlage
keine bekannt (akademisch)
Quelle
https://doi.org/10.1509/jmr.14.0237 (teilweise frei zugänglich)

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „Führt ein Like zu Markenliebe? Folgen des Fan-Werdens“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-08. https://marketing-facts.de/studien/john-et-al-liking-lead-to-loving-2017/

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