Studiendatenbank · Paneldaten-Analyse
Chatbots im Job: bislang kaum Effekt auf Löhne und ArbeitszeitLarge Language Models, Small Labor Market Effects
In Dänemark nutzen viele Beschäftigte in KI-exponierten Berufen (darunter Marketing-Fachleute) Chatbots und berichten Zeitgewinne, doch in Verwaltungsdaten zeigen sich bislang keine messbaren Effekte auf Verdienst oder Arbeitsstunden. Die große Produktivitätsrevolution ist am Arbeitsmarkt (noch) nicht angekommen.
6,7MFK-Score von 10 · Ergebnis: gemischt
Die Zahlen
| ca. 25.000 | befragte Beschäftigte je Befragungswelle in rund 7.000 Betrieben (BFI-Arbeitspapier April 2025) |
| 11 | KI-exponierte Berufe |
| ca. 3 % (2,8 %) | selbst berichtete Zeitersparnis bezogen auf die Arbeitszeit der Nutzer |
| < 1 % bzw. < 2 % | ausgeschlossene Obergrenze für Lohneffekte (BFI-Fassung bzw. spätere NBER-Fassung, zwei Jahre nach ChatGPT-Start) |
- Methode
- Zwei Befragungswellen (Ende 2023, 2024) werden mit dänischen Registerdaten verknüpft; Differenz-in-Differenzen-Schätzung für Beschäftigte und Betriebe.
- Datenbasis
- Dänemark, ca. 25.000 Beschäftigte, 7.000 Betriebe, 11 Berufe, Registerdaten bis 2024.
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Frühe Phase der Verbreitung und ein Land mit stark regulierten Löhnen; Zeitersparnis beruht auf Selbstauskunft. Arbeitspapier, inzwischen unter neuem Titel überarbeitet; misst Lohn- und Stundeneffekte, nicht Output-Qualität.
- Interessenlage
- keine bekannt (akademisch)
- Quelle
- https://www.nber.org/papers/w33777 (frei zugänglich)
Zitieren
gemischtKI im Marketing