Studiendatenbank · Laborexperiment
KI-Mikrotargeting überzeugt nicht stärker als generische KI-BotschaftEvaluating the persuasive influence of political microtargeting with large language models
GPT-4-Botschaften überzeugten durchaus, doch auf Basis persönlicher Daten zugeschnittene Botschaften wirkten im Schnitt nicht stärker als dieselbe KI ohne Zuschnitt. Die Überzeugungskraft steckt offenbar im gut gemachten generischen Text, nicht in der Individualisierung.
6,5MFK-Score von 10 · Ergebnis: gemischt
Die Zahlen
| 8.587 | Teilnehmende im präregistrierten randomisierten Experiment |
| 4,83 vs. 6,20 Prozentpunkte | Überzeugungseffekt mikrotargetierter vs. nicht mikrotargetierter Botschaften; Unterschied nicht signifikant (p = 0,226) |
| bis zu 12 Prozentpunkte | Zuwachs an Zustimmung zu einer Position durch GPT-4-Botschaften in einzelnen Fällen |
- Methode
- Webanwendung speiste selbst angegebene demografische und politische Merkmale in Echtzeit in GPT-4-Prompts ein; Teilnehmende erhielten zufällig zugeschnittene, generische oder keine Botschaft zu vier politischen Themen.
- Datenbasis
- 8.587 US-Teilnehmende, vier politische Themen, präregistriert; Datensatz GPTarget2024 veröffentlicht.
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Gemessen werden geäußerte Einstellungen direkt nach dem Lesen, nicht Wahl- oder Kaufverhalten. Politik statt Konsum; Zuschnitt auf Demografie, nicht auf Persönlichkeit – andere Personalisierungsarten (siehe Matz u. a.) zeigen teils Effekte.
- Interessenlage
- keine bekannt (akademisch, Oxford Internet Institute)
- Quelle
- https://doi.org/10.1073/pnas.2403116121 (frei zugänglich)
Zitieren
gemischtKI im MarketingKreation & Werbewirkung