Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Feldexperiment

Pay what you want mit Spendenanteil im FreizeitparkShared Social Responsibility: A Field Experiment in Pay-What-You-Want Pricing and Charitable Giving

Gneezy, Gneezy, Nelson, Brown · Science 329, 325 · 2010

Freie Preiswahl allein steigert die Kaufquote stark, die Zahlungen bleiben aber sehr niedrig; kombiniert mit einer Spende der Hälfte des Erlöses zahlen Kunden deutlich mehr und der Gewinn pro Besucher liegt über dem des Festpreises.

7,8MFK-Score von 10 · Ergebnis: gemischt
Studiendesign10
Datenbasis9
Unabhängigkeit7
Replikation6
Übertragbarkeit5

Sehr großes Feldexperiment; PWYW-Befunde in anderen Kontexten fallen unterschiedlich aus, Übertragbarkeit auf Produkte mit Grenzkosten begrenzt. Die Befundlage ist uneinheitlich oder nur unter Bedingungen gültig. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

113.047Fahrgäste einer Attraktion in einem Freizeitpark (Fotoverkauf)
0,50 % vs. 8,39 %Kaufquote bei Festpreis 12,95 $ vs. PWYW ohne Spende
0,92 $ vs. 5,33 $durchschnittliche Zahlung pro Foto unter PWYW ohne bzw. mit Spendenanteil
0,198 $ vs. 0,071 $Gewinn pro Fahrgast: PWYW mit Spende vs. Festpreis mit Spende
Methode
2×2-Feldexperiment (Festpreis vs. PWYW, mit vs. ohne 50-%-Spende) beim Verkauf von Fahrtfotos; jede Bedingung lief zwei volle Tage.
Datenbasis
113.047 Fahrgäste in einem großen Freizeitpark.
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Ein Produkt mit nahezu null Grenzkosten (Foto) und Impulskauf-Situation; Bedingungen nach Tagen statt individuell zugeteilt. PWYW ohne Spende ist kein Erfolgsmodell.
Interessenlage
Akademisch; Kooperation mit dem Parkbetreiber.
Quelle
https://doi.org/10.1126/science.1186744 (teilweise frei zugänglich)

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „Pay what you want mit Spendenanteil im Freizeitpark“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-08. https://marketing-facts.de/studien/gneezy-et-al-pwyw-charity-2010/

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