Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Quasi-Experiment

Québecs Kinderwerbeverbot senkte Fast-Food-KonsumFast-Food Consumption and the Ban on Advertising Targeting Children: The Quebec Experience

Dhar, Baylis · Journal of Marketing Research · 2011

Das Verbot von an Kinder gerichteter Werbung in Québec senkte bei frankophonen Familien vor allem die Wahrscheinlichkeit, überhaupt Fast Food zu kaufen; Werbeverbote wirken, wenn die Zielgruppe nicht über benachbarte Medienmärkte doch erreicht wird.

6,5MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Studiendesign8
Datenbasis6
Unabhängigkeit10
Replikation3
Übertragbarkeit5

Klares natürliches Experiment mit amtlichen Daten; Medienumfeld überholt, keine direkte Replikation. Die verbreitete Aussage hält der Prüfung stand. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

ca. −13 %wöchentliche Wahrscheinlichkeit eines Fast-Food-Kaufs betroffener Haushalte
ca. 88 Mio. US-$geschätzter jährlicher Rückgang des Fast-Food-Konsums (Dollar von 2010, laut UBC-Mitteilung)
Methode
Dreifache Differenz-in-Differenzen: frankophone Familien mit Kindern in Québec vs. Vergleichsgruppen außerhalb der Verbotswirkung (u. a. Haushalte in Ontario), mit Kontrollen für Sprache, Einkommen und Soziodemografie.
Datenbasis
Haushaltsausgabenerhebungen von Statistics Canada, 1984–1992.
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Alte Daten aus der linearen TV-Ära; heute erreichen digitale und soziale Medien Kinder grenzüberschreitend. Ausgabenhöhe je Woche sank nicht signifikant, nur die Kaufwahrscheinlichkeit.
Interessenlage
keine bekannt (akademisch)
Quelle
https://doi.org/10.1509/jmkr.48.5.799 (kostenpflichtig)

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „Québecs Kinderwerbeverbot senkte Fast-Food-Konsum“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-08. https://marketing-facts.de/studien/dhar-baylis-quebec-fast-food-ad-ban-2011/

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