Studiendatenbank · Feldexperiment
Privacy-Paradox im Feldexperiment: Pizza gegen DatenThe Digital Privacy Paradox: Small Money, Small Costs, Small Talk
Schon winzige Anreize, kleine Bedienhürden und beruhigende, aber inhaltlich irrelevante Datenschutzhinweise bringen Menschen dazu, gegen ihre erklärten Datenschutzpräferenzen zu handeln. Das stützt das Privacy-Paradox und zeigt die Schwäche reiner Notice-and-Choice-Regeln.
8,0MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Die Zahlen
| 3.108 | MIT-Studierende im analysierten Experiment (von 4.494 angeschriebenen) |
| 5 % → 2,5 % | Anteil, der nur ungültige Freundes-E-Mails angab (Schutz der Freunde), ohne bzw. mit Gratis-Pizza als Anreiz |
| −13 Prozentpunkte | seltenere Wahl der privatsphärefreundlichsten Wallet, wenn sie nicht an erster Stelle der Liste stand (Schutz vor Öffentlichkeit) |
- Methode
- Randomisierte Variationen innerhalb des MIT-Digitalwährungs-Experiments (Bitcoin-Verteilung an Studierende): Anreiz ja/nein, Reihenfolge der Wallet-Optionen, Zusatztext zu Verschlüsselung.
- Datenbasis
- 3.108 MIT-Studierende.
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Sehr spezielle Stichprobe (technikaffine Studierende) und Kontext (Bitcoin-Wallets); der Pizza-Effekt betrifft Daten von Freunden, nicht eigene Daten. Arbeitspapier, keine Journal-Fassung geprüft.
- Interessenlage
- keine bekannt (akademisch)
- Quelle
- https://doi.org/10.3386/w23488 (frei zugänglich)
Zitieren
bestätigtRecht & DatenschutzMethodik & Marktforschung