Studiendatenbank · Quasi-Experiment
KI-Preissoftware hebt Margen an deutschen TankstellenAlgorithmic Pricing and Competition: Empirical Evidence from the German Retail Gasoline Market
Als deutsche Tankstellen algorithmische Preissoftware einführten, stiegen die Margen – aber nur dort, wo Wettbewerb herrscht, und im Duopol nur, wenn beide Stationen den Algorithmus nutzten. Das ist ein erster realer Hinweis, dass KI-Preissetzung den Wettbewerb dämpfen kann.
7,8MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Die Zahlen
| +9 % | Margenanstieg durch Einführung in Nicht-Monopol-Märkten |
| +28 % | Margenanstieg im Duopol, wenn beide Stationen umstellen (bei nur einer: keine Änderung) |
- Methode
- Einführungszeitpunkte über Strukturbrüche im Preissetzungsverhalten erkannt; die Einführung wird mit Entscheidungen der Markenzentrale instrumentiert (Instrumentvariablen-Ansatz).
- Datenbasis
- Umfassende, hochfrequente Preisdaten des deutschen Tankstellenmarkts rund um die breite Verfügbarkeit der Software ab Mitte 2017.
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Einführung ist nicht direkt beobachtet, sondern geschätzt. Tankstellen sind ein Sonderfall mit transparenten Preisen und homogenem Produkt; Übertragung auf Onlinehandel oder Versicherungstarife ist nicht belegt.
- Interessenlage
- keine bekannt (akademisch)
- Quelle
- https://doi.org/10.1086/726906 (kostenpflichtig)
Zitieren
bestätigtKI im MarketingPreis & Promotion