Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Ökonometrie/MMM

Left-Digit-Bias in Supermarkt-ScannerdatenMore Than a Penny’s Worth: Left-Digit Bias and Firm Pricing

Strulov-Shlain · Review of Economic Studies 90 (5) · 2023

Kunden reagieren auf einen Cent über einem 99er-Preis, als wären es mehr als 20 Cent. Die Händler preisen so, als wäre der Bias viel kleiner, und lassen dadurch Rohertrag liegen.

7,8MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Studiendesign6
Datenbasis9
Unabhängigkeit10
Replikation8
Übertragbarkeit6

Große Scannerdaten mit Strukturmodell, akademisch; Left-Digit-Bias durch Autodaten (Lacetera et al.) gestützt. Die verbreitete Aussage hält der Prüfung stand. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

> 20 Centwahrgenommene Preiserhöhung bei einem Cent über einem 99er-Preis
θ ≈ 0,2geschätzter Left-Digit-Bias
1–4 %entgangener möglicher Rohertrag durch zu grobe Reaktion der Händler
≈ 3.500 / 25Produkte / US-Supermarktketten
Methode
Strukturelles Modell auf NielsenIQ-Scannerdaten.
Datenbasis
Rund 3.500 Produkte bei 25 US-Supermarktketten.
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Der entgangene Rohertrag ist eine Modellrechnung, keine gemessene Gewinnänderung. Fast alle Preise unter 10 $. Arbeitspapier 2018 nannte andere Werte (1–3 %, θ = 0,16); verwendet sind die Abstract-Werte des Journals.
Interessenlage
keine bekannt (Einzelautor, Chicago Booth)
Quelle
https://doi.org/10.1093/restud/rdac082 (kostenpflichtig)

Im Podcast

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „Left-Digit-Bias in Supermarkt-Scannerdaten“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-06. https://marketing-facts.de/studien/strulov-shlain-left-digit-bias-2023/

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