Studiendatenbank · Fallsammlung
Reproduzierbarkeit psychologischer Studien (100 Replikationen)Estimating the reproducibility of psychological science
Bei 100 nachgestellten Psychologie-Studien ließ sich nur gut ein Drittel signifikant wiederholen, und die Effekte schrumpften im Schnitt auf die Hälfte. Sozialpsychologie, aus der viele Marketing-Tricks stammen, schnitt besonders schlecht ab.
7,7MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Die Zahlen
| 97 % → 36 % | Anteil signifikanter Ergebnisse im Original vs. in der Replikation |
| ½ | Replikationseffekte im Schnitt halb so groß wie die Originaleffekte |
| 23 % (7/31) | Replikationsquote Sozialpsychologie (JPSP) |
| 48 % (13/27) | Replikationsquote kognitive Psychologie (JEP:LMC) |
| 39 % | Anteil subjektiv als „repliziert“ bewerteter Studien |
- Methode
- Systematische Wiederholung von 100 Studien aus drei Psychologie-Fachzeitschriften mit hoher Teststärke, meist mit Originalmaterial, durch Teams weltweit.
- Datenbasis
- 100 Replikationen aus drei Fachzeitschriften (Jahrgang 2008).
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Betrifft Psychologie allgemein, nicht direkt Marketingstudien. Ein Scheitern einzelner Replikationen beweist nicht, dass der Originaleffekt falsch ist; die Studie zeigt eine Überschätzung im Mittel.
- Interessenlage
- Gefördert vom Center for Open Science und der Laura and John Arnold Foundation (Reformanliegen); kein kommerzielles Interesse bekannt.
- Quelle
- https://doi.org/10.1126/science.aac4716 (teilweise frei zugänglich)
Im Podcast
- Folge 21 (erscheint demnächst)
Zitieren
bestätigtMethodik & Marktforschung