Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Meta-Analyse

Nudging nach Korrektur für PublikationsbiasNo evidence for nudging after adjusting for publication bias

Maier, Bartoš, Stanley, Shanks, Harris, Wagenmakers · PNAS 119 (31) · 2022

Nach Korrektur für Publikationsbias sinkt der mittlere Nudge-Effekt auf nahe null. Das ist fehlende Evidenz, nicht der Beweis, dass Nudges nie wirken; einzelne Nudges wie Defaults bleiben unentschieden.

7,5MFK-Score von 10 · Ergebnis: gemischt
Studiendesign7
Datenbasis9
Unabhängigkeit10
Replikation6
Übertragbarkeit6

Methodisch strenge Nachanalyse einer großen Datenbasis; Richtung durch die Feld-Vollerhebung von DellaVigna & Linos gestützt, aber umstritten. Die Befundlage ist uneinheitlich oder nur unter Bedingungen gültig. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

d = 0,43 → 0,04 (KI 0,00–0,14)Gesamteffekt vor und nach Bias-Korrektur
BF = 0,95Bayes-Faktor für den Gesamteffekt („absence of evidence“)
Methode
Nachanalyse der Mertens-Daten mit Robust Bayesian Meta-Analysis (RoBMA).
Datenbasis
Datensatz von Mertens et al. (2022).
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Bias-Korrekturverfahren sind selbst Modelle. Große Heterogenität: Einige Nudges könnten wirken. Für „Information“ und „Assistance“ spricht die Evidenz gegen einen Effekt, für „Structure“ (u. a. Defaults) ist sie unentschieden. Mertens et al. haben in PNAS geantwortet.
Interessenlage
Keine Interessenkonflikte angegeben.
Quelle
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9351501/ (frei zugänglich)

Im Podcast

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „Nudging nach Korrektur für Publikationsbias“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-06. https://marketing-facts.de/studien/maier-et-al-no-evidence-nudging-2022/

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