Studiendatenbank · Laborexperiment
Voreinstellungen entscheiden über Organspende-ZustimmungDo Defaults Save Lives?
Ob Menschen als Organspender gelten, hängt stark von der Voreinstellung ab: Bei Widerspruchslösung stimmen fast doppelt so viele zu wie bei Zustimmungslösung. Ländervergleiche in Europa zeigen dasselbe Muster bei den registrierten Einwilligungen.
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Die Zahlen
| 82 % vs. 42 % | Zustimmung im Online-Experiment bei Opt-out- bzw. Opt-in-Voreinstellung |
| 79 % | Zustimmung bei erzwungener Wahl ohne Voreinstellung |
| 161 | Befragte im Online-Experiment |
- Methode
- Online-Experiment mit zufällig zugeteilter Voreinstellung sowie Vergleich der Einwilligungs- und Spenderaten europäischer Länder mit Widerspruchs- oder Zustimmungslösung.
- Datenbasis
- 161 Befragte im Online-Experiment; Einwilligungs- und Spenderaten europäischer Länder.
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Hohe 'Zustimmung' bei Widerspruchslösung heißt nicht, dass entsprechend mehr Organe gespendet werden – Angehörige werden oft dennoch gefragt, der Effekt auf tatsächliche Spenden ist deutlich kleiner. Für Marketing: Defaults wirken stark, sind aber rechtlich (z. B. vorangekreuzte Einwilligungen) begrenzt.
- Interessenlage
- keine bekannt
- Quelle
- https://doi.org/10.1126/science.1091721 (kostenpflichtig)
Zitieren
bestätigtKreation & WerbewirkungMethodik & Marktforschung