Studiendatenbank · Quasi-Experiment
EU-Datenschutzrichtlinie senkte Bannerwirkung um rund 65 %Privacy Regulation and Online Advertising
Nach Umsetzung der EU-Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation verloren Display-Anzeigen in der EU einen Großteil ihrer Wirkung auf die Kaufabsicht. Besonders betroffen waren kleine, unauffällige Anzeigen auf allgemeinen Webseiten.
7,2MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Die Zahlen
| ≈ 65 % | Rückgang der Werbewirkung auf die geäußerte Kaufabsicht in der EU relativ zu anderen Ländern |
| 3,3 Mio. | Befragte, die zufällig Werbung sahen oder nicht |
| 9.596 | Display-Kampagnen in den Daten |
- Methode
- Differenzen-in-Differenzen: Werbewirkungstests (Test- vs. Kontrollgruppe) vor und nach den nationalen Gesetzen in fünf EU-Ländern im Vergleich zu Nicht-EU-Ländern.
- Datenbasis
- 3,3 Mio. Befragte, 9.596 Kampagnen, 2001–2008; Großbritannien, Italien, Frankreich, Deutschland, Niederlande.
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Gemessen wird geäußerte Kaufabsicht, nicht Umsatz; Rechtslage vor DSGVO. Interaktive, Video- und große Formate waren kaum betroffen.
- Interessenlage
- akademisch; Daten eines Werbewirkungsforschers
- Quelle
- https://doi.org/10.1287/mnsc.1100.1246 (teilweise frei zugänglich)
Zitieren
bestätigtRecht & DatenschutzSearch & Performance