Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Laborexperiment

Grenzen des Köder-EffektsThe Limits of Attraction

Frederick, Lee, Baskin · Journal of Marketing Research 51 (4) · 2014

In 19 Studien mit realistischen Reizen trat kein Köder-Effekt auf, das Gegenteil kam ebenso oft vor. Nur bei Optionen, die als nackte Zahlen dargestellt wurden, wirkte der Köder.

6,2MFK-Score von 10 · Ergebnis: gemischt
Studiendesign4
Datenbasis6
Unabhängigkeit10
Replikation6
Übertragbarkeit6

Viele Laborexperimente mit unterschiedlichen Reizen, akademisch; durch Yang & Lynn (2014) unabhängig gestützt, von den Urhebern bestritten. Die Befundlage ist uneinheitlich oder nur unter Bedingungen gültig. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

0 von 19Studien mit realistischen Reizen, die einen Köder-Effekt zeigten
14 % → 28 %Wahlanteil der Zieloption mit Köder bei Glücksspielen mit Zahlenangaben
24 % vs. 26 %dasselbe Glücksspiel als Tortengrafik dargestellt: kein Effekt
68–681Teilnehmende je Einzelexperiment
Methode
Serie einzelner Experimente in den USA mit realistischen Reizen (z. B. Getränke probieren, Hotelzimmer auf Fotos) und numerischen Gegenproben.
Datenbasis
19 Experimente mit je 68 bis 681 Teilnehmenden, USA.
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Zeigt nicht, dass der Effekt nie auftritt: Bei numerisch dargestellten Attributen (etwa Preistabellen) kann er wirken. Die Erstautoren des Effekts (Huber, Payne, Puto 2014; Simonson 2014) halten ihn bei sauberem Design für robust, liefern aber keine neuen Daten.
Interessenlage
keine bekannt
Quelle
https://doi.org/10.1509/jmr.12.0061 (teilweise frei zugänglich)

Im Podcast

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „Grenzen des Köder-Effekts“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-06. https://marketing-facts.de/studien/frederick-lee-baskin-attraction-effect-2014/

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