Studiendatenbank · Umfrage
EU-Fitness-Check Verbraucherrecht inkl. VerbraucherbefragungFitness Check of EU consumer law on digital fairness
Die Kommission hält das EU-Verbraucherrecht für nötig, seine Ziele online aber nur für teilweise erreicht. In der begleitenden Befragung berichtete die Mehrheit von Zeitdruck-Botschaften, viele von schwer kündbaren Abos und unklar gekennzeichneter Werbung.
4,5MFK-Score von 10 · Ergebnis: offen
Die Zahlen
| ≥ 7,9 Mrd. € / Jahr | geschätzter Verbraucherschaden |
| ≤ 737,3 Mio. € | geschätzte Compliance-Kosten der Unternehmen |
| 61–66 % | Befragte, die Knappheits- oder Zeitdruck-Botschaften erlebten |
| 48 % / 37 % | erlebten wiederholtes Nachfragen („Nagging“) / visuell versteckte oder hervorgehobene Optionen |
| 40 % | fanden die Kündigung wegen des Designs „very difficult“ |
| 29 % | erlebten automatischen Übergang eines Gratis-Tests in ein Bezahl-Abo |
| 45 % | bemerkten nicht klar gekennzeichnete, bezahlt wirkende Inhalte |
- Methode
- Evaluierung mit Befragungsdaten und Modellschätzung (Staff Working Document), darunter eine Verbraucher- und Unternehmensbefragung.
- Datenbasis
- 10.000 Verbraucher, 1.000 Unternehmen, 10 Mitgliedstaaten inkl. Deutschland.
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Schadenszahl ist eine Modellschätzung, keine Messung. Befragungswerte sind Selbstauskunft aus der Erinnerung, kein Beleg für Schaden im Einzelfall.
- Interessenlage
- Auftraggeber ist die Kommission, die mit dem Digital Fairness Act selbst neue Regeln plant.
- Quelle
- https://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2024_2029/plmrep/COMMITTEES/IMCO/DV/2024/11-18/Fitnesscheckresults_EN.pdf (frei zugänglich)
Im Podcast
- Folge 28 (erscheint demnächst)
Zitieren
offenRecht & DatenschutzHandel & Commerce