Studiendatenbank · Übersichtsarbeit
Kritik: Psychologisches Targeting ist nicht sauber belegtField Studies of Psychologically Targeted Ads Face Threats to Internal Validity
Die viel zitierten Facebook-Studien von Matz et al. (2017), wonach auf die Persönlichkeit zugeschnittene Anzeigen besser wirken, belegen das kausal nicht: Die Plattform optimiert die Auslieferung selbst, sodass Anzeigenvarianten unterschiedliche Personen erreichen. Für echte Belege braucht es andere Versuchsdesigns.
5,9MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
- Methode
- Methodenkritischer Kommentar (Letter) zu drei Feldexperimenten; Analyse der Gefährdungen interner Validität und Vorschlag alternativer Designs.
- Datenbasis
- Keine eigenen Daten; bezieht sich auf die drei Feldexperimente von Matz et al. (PNAS 2017).
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Zeigt nicht, dass psychologisches Targeting unwirksam ist, sondern dass die bisherigen Belege es nicht sauber zeigen. Gilt allgemein für A/B-Tests von Anzeigenvarianten auf optimierenden Plattformen.
- Interessenlage
- keine bekannt (akademisch; Autoren mit früheren Plattform-Kooperationen)
- Quelle
- https://doi.org/10.1073/pnas.1805363115 (frei zugänglich)
Zitieren
bestätigtKreation & WerbewirkungMethodik & MarktforschungSocial & Influencer