Studiendatenbank · Feldexperiment
Nudges in der Praxis: 126 RCTs zweier Nudge UnitsRCTs to Scale: Comprehensive Evidence From Two Nudge Units
In der Praxis wirken Nudges deutlich schwächer als in Fachartikeln: In allen RCTs zweier US-Nudge-Units stieg die Inanspruchnahme nur um gut einen Prozentpunkt. Den größten Teil der Lücke erklärt selektive Veröffentlichung.
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Die Zahlen
| +1,4 Prozentpunkte (+8,0 %) | Effekt in 126 RCTs der Nudge Units |
| +8,7 Prozentpunkte (+33,4 %) | Effekt in akademischen Publikationen |
| ≈ 70 % | Anteil der Differenz, der durch selektive Veröffentlichung erklärt wird |
| 23 Mio. | erreichte Personen in den RCTs |
| 126 RCTs / > 23 Mio. Personen | alle Experimente zweier großer US-Nudge-Units |
| +1,4 Pp. (+8,1 %) | durchschnittlicher Effekt der Nudge-Unit-Experimente auf die Zielhandlung |
| +8,7 Pp. (+33,5 %) | durchschnittlicher Effekt in akademisch publizierten Nudge-Studien |
- Methode
- Vollständige Erhebung aller RCTs des Office of Evaluation Sciences (US-Regierung) und von BIT North America, meist Briefe und E-Mails, verglichen mit publizierten Nudge-Studien.
- Datenbasis
- 126 randomisierte Feldexperimente mit rund 23 Mio. Menschen, USA.
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Überwiegend Verwaltungs-Nudges per Brief oder E-Mail in den USA; Übertragung auf Marketing nur sinngemäß. Arbeitspapier-Fassung nannte leicht andere Relativwerte (33,5 % bzw. 8,1 %).
- Interessenlage
- Daten stammen von den Nudge Units selbst; das Ergebnis fällt für sie eher unvorteilhaft aus. Laut NBER-Titelseite hat mindestens eine Person eine relevante finanzielle Beziehung offengelegt.
- Quelle
- https://doi.org/10.3982/ECTA18709 (teilweise frei zugänglich)
Im Podcast
- Folge 21 (erscheint demnächst)
Zitieren
bestätigtMethodik & MarktforschungCRM & Loyalität