Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Paneldaten-Analyse

Was Online-Inhalte viral macht: Erregung schlägt ValenzWhat Makes Online Content Viral?

Berger, Milkman · Journal of Marketing Research (49/2) · 2012

Positive Inhalte werden häufiger geteilt als negative, entscheidender ist aber die ausgelöste Erregung: Ehrfurcht, Wut und Angst fördern das Teilen, Traurigkeit bremst es. Laborexperimente stützen die Erregung als Ursache.

6,7MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Studiendesign6
Datenbasis6
Unabhängigkeit10
Replikation6
Übertragbarkeit5

Große Beobachtungsdaten plus Experimente; spätere Social-Media-Studien stützen die Rolle starker Emotionen, die Effektgrößen sind kontextabhängig. Die verbreitete Aussage hält der Prüfung stand. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

6.956analysierte Artikel der New-York-Times-Startseite (Aug.–Nov. 2008)
+34 %höhere Chance, auf die 'Most e-mailed'-Liste zu kommen, je Standardabweichung mehr Wut (Haupttext)
+30 %dasselbe je Standardabweichung mehr Ehrfurcht (Haupttext)
Methode
Inhaltsanalyse (automatisch und durch Kodierer) aller NYT-Artikel über drei Monate und Regression auf das Erscheinen in der Liste der meistgemailten Artikel, kontrolliert für Platzierung; dazu drei Laborexperimente.
Datenbasis
6.956 Artikel, davon 2.566 manuell auf Emotionen kodiert; drei Experimente.
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Ein Medium, ein Teilkanal (E-Mail) und das Jahr 2008 – nicht automatisch auf heutige Social-Media-Algorithmen übertragbar. Beobachtungsdaten; die Prozentwerte sind im Paper teils als Odds, teils als Wahrscheinlichkeit beschrieben.
Interessenlage
keine bekannt
Quelle
https://doi.org/10.1509/jmr.10.0353 (teilweise frei zugänglich)

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „Was Online-Inhalte viral macht: Erregung schlägt Valenz“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-06. https://marketing-facts.de/studien/berger-milkman-viral-content-2012/

bestätigtSocial & InfluencerKreation & Werbewirkung

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