Marketing Facts Kompakt

Studiendatenbank · Laborexperiment

Economist-Abo: Der Köder, der das Kombi-Abo verkauftPredictably Irrational (Kap. 1: The Truth about Relativity – Economist-Abo-Beispiel)

Ariely · HarperCollins (Sachbuch) · 2008

Ein unattraktives Print-Abo zum gleichen Preis wie Print+Online ließ fast alle Befragten das teure Kombi-Abo wählen; ohne diesen Köder wählte die Mehrheit das günstige Online-Abo. Das Beispiel ist das bekannteste Bild des Decoy- bzw. Attraktionseffekts.

4,2MFK-Score von 10 · Ergebnis: gemischt
Studiendesign4
Datenbasis2
Unabhängigkeit8
Replikation3
Übertragbarkeit4

Unveröffentlichte Mini-Studie im Sachbuch; der zugrunde liegende Effekt ist im Labor belegt, im Feld aber umstritten. Die Befundlage ist uneinheitlich oder nur unter Bedingungen gültig. Wie der Score entsteht →

Die Zahlen

16 % / 0 % / 84 %Wahl Online ($59) / Print ($125) / Print+Online ($125) mit Köder, je 100 MIT-Studierende
68 % / 32 %Wahl Online / Print+Online ohne Köder
Methode
Hypothetische Wahlaufgabe mit Studierenden, zwei Bedingungen; im Buch berichtet, nicht begutachtet veröffentlicht.
Datenbasis
Je 100 MIT-Studierende pro Bedingung, eine Entscheidung, keine echten Käufe.
Einschränkungen und häufige Fehlzitate
Kleines, hypothetisches Laborszenario ohne Peer-Review; Frederick, Lee & Baskin (2014) finden den Attraktionseffekt außerhalb rein numerischer Darstellungen meist nicht. Ariely steht zudem wegen Datenproblemen in anderen Studien (u. a. zurückgezogenes PNAS-Paper 2012) in der Kritik.
Interessenlage
Sachbuch des Autors; keine Finanzierung durch Betroffene bekannt
Quelle
https://www.harpercollins.com/products/predictably-irrational-revised-and-expanded-edition-dr-dan-ariely (kostenpflichtig)

Zitieren

Marketing Facts Kompakt (Hrsg.): „Economist-Abo: Der Köder, der das Kombi-Abo verkauft“. MFK-Studiendatenbank, Stand 2026-11-06. https://marketing-facts.de/studien/ariely-economist-decoy-2008/

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