Studiendatenbank · Feldexperiment
Feldexperimente zu 9er-Preisendungen im VersandhandelEffects of $9 Price Endings on Retail Sales: Evidence from Field Experiments
In randomisierten Katalogtests steigerte die 9er-Endung die Nachfrage, am stärksten bei neuen Artikeln. Der Effekt schrumpfte mit wachsender Stichprobe, und ein „Sale“-Hinweis wirkte stärker als die 9.
7,8MFK-Score von 10 · Ergebnis: bestätigt
Die Zahlen
| +35 % / +15 % / +7 % | Nachfragezuwachs durch 9er-Endung in Studie 1 / 2 / 3 |
| +22 % vs. +10 % | Effekt bei neuen vs. etablierten Artikeln |
| +3,9 % vs. +8,5 % | Zusatzeffekt der 9 bei neuen Artikeln mit vs. ohne Sale-Schild |
| 21 vs. 16 | verkaufte Kleider für 39 $ vs. 34 $ in der Pilotstudie |
| ≈ +40 % | Nachfrageplus der 9er-Endung über vier Pilot-Kleider |
| 3 | Feldexperimente, in allen stieg die Nachfrage mit $9-Endung |
- Methode
- Randomisierte Katalogversionen zweier US-Versandhändler für Damenbekleidung (Eigenmarken, Durchschnittspreis rund 50 $).
- Datenbasis
- Pilot mit 4 Artikeln; Studie 1: 3 × 20.000 Kunden, 27 Artikel; Studie 2: 2 × 31.250 Kunden, 120 Artikel; Studie 3: 3 × 90.000 Kunden, 308 Artikel.
- Einschränkungen und häufige Fehlzitate
- Die berühmte Zahl „39 $ schlägt 34 $“ stammt aus der Pilotstudie mit nur 7 bis 24 Stück pro Zelle. Gemessen wurden Stückzahlen, nicht Gewinn. Eine Branche (US-Damenmode per Katalog), über 20 Jahre alt. Branchenzahlen wie „+24 % Umsatz durch 9er-Preise“ lassen sich nicht auf Primärstudien zurückführen.
- Interessenlage
- Finanzierung nicht angegeben; die Händler kooperierten, um ihre eigene Preispolitik zu prüfen.
- Quelle
- https://doi.org/10.1023/A:1023581927405 (frei zugänglich)
Im Podcast
- Folge 25 (erscheint demnächst)
Zitieren
bestätigtPreis & Promotion